Über mich
Johannes Simmat
Schon immer haben in mir zwei Herzen geschlagen. Zum einen die des Musikers und zum anderen die des Handwerkers. Um dahin zu gelangen, wo ich heute stehe, hat es einige Stationen gebraucht.

Mit 7 Jahren hatte ich mir in den Kopf gesetzt, Schlagzeug zu spielen, was mir meine Eltern nach einigem Bitten schließlich auch gewährten. In meiner Jugend spielte ich in verschiedenen Schul- und Rockbands und entwickelte über die Zeit ein immer größeres Interesse an klassischer Musik.
Gleichzeitig wurde meine handwerkliche Leidenschaft schon früh durch meinen Vater geprägt, der gelernter Werkzeugmacher und Maschinenbauingenieur ist. Dadurch hatte ich immer Zugang zu einer Werkstatt und konnte mich dort ausprobieren. Nach einem Praktikum bei einem Tischler, hatte ich überlegt, nach der Schule eine Ausbildung im Handwerk zu machen, entschied mich jedoch, weiterhin dem Weg der Musik zu folgen.
Nach der Schule widmete ich meine ganze Aufmerksamkeit dem Schlagzeugstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ich durfte bei Massimo Drechsler (Staatsoper Hamburg) und Stephan Cürlis (NDR Elbphilharmonie Orchester) studieren. Später erhielt ich Unterricht bei Thomas Schwarz (NDR Elbphilharmonie Orchester), Klaus Bertagnolli (Theater Bielefeld), Brian Barker (Staatsoper Hamburg) und Jesper Tjaerby Korneliusen (Staatsoper Hamburg).
Während meines Studiums absolvierte ich ein halbjähriges Praktikum am Pfalztheater Kaiserslautern und wurde im Anschluss für ein Jahr in der Philharmonie Südwestfalen als 1. Schlagzeuger engagiert. Zusätzlich spielte ich als freiberuflicher Musiker an der Staatsoper Hamburg, Theater Kiel, Theater Lübeck, Mecklenburgische Staatskapelle u.v.a..

Während der Zeit als Musiker interessierte ich mich bald nicht mehr nur für die Musik an sich, sondern immer mehr auch für die handwerkliche Herstellung von Instrumenten. Da mich besonders die Verarbeitung von Metall und Stahl fasziniert, gab es zwischenzeitlich die Idee, eine Ausbildung als Metallblasinstrumentenbauer zu machen. Diesen Plan legte ich aber schnell beiseite, da mein Herz bekanntlich mehr für Trommeln und Pauken schlägt.
So kam ich über ein Praktikum zu der Firma relinkbremen – Schlaginstrumente in Bremen. Hier durfte ich zweieinhalb Jahre vieles über Schlaginstrumente, Pauken und Naturfelle lernen. Der Kunstschmied und Gürtler von relinkbremen, Ruprecht Holsten, brachte mir die Grundkenntnisse der Metallverarbeitung bei. Ich konnte viel von deren langjährigen Erfahrungen profitieren.
Mit meinen erlangten handwerklichen und musikalischen Kenntnissen gedeihten die Ideen in mir, meine eigenen Instrumente zu kreieren. Damit begann meine ganz persönliche Reise, mich in diesem Bereich auszuprobieren. Ich musste viel Neues erlernen, erfragen, ausprobieren und dafür brauchte ich eine eigene Werkstatt. Zunächst inspirierten mich andere Hersteller hochwertiger Trommeln. Inzwischen habe ich nun meinen eigenen Weg gefunden, meine Trommeln und Kessel zu fertigen.
Für mich wird es immer ein Reiz bleiben, neue Ideen und Projekte umzusetzen. Ich bin sehr dankbar für die vielen Begegnungen und Wendungen in meinem Leben, die mich an den Punkt brachten, an dem ich jetzt bin. Besonders freue ich mich über die Unterstützung meiner lieben Frau Traudl. Ich bin gespannt, wie ich und mein kleines Unternehmen sich weiterentwickeln werden und was die Zukunft bringt.